HOMEPAGE DES THEATER THIKWA UND DER THIKWA-WERKSTATT FÜR THEATER UND KUNST
 
 
Theater Thikwa und Theater zum westlichen Stadthirschen zeigen in Edgar Allan Poes 200. Geburtsjahr wieder das Erfolgsst├╝ck
Maison de Sante
Einladung zur feinen Gesellschaft

Ob du als Genie, Heiliger oder als Wahnsinniger giltst, das entscheidet die Wertegesellschaft. Ob jemand zu den Patienten oder zum Personal in der Psychiatrie gehört, kann ein Zufall seiner Lebensgeschichte sein. Was passiert, wenn die Patienten dem Zufall ein bißchen nachhelfen?

Angeregt wurde diese Inszenierung durch eine Erzählung von Poe: Ein Berliner Medizinstudent reist 1830 nach Südfrankreich. Dort besucht er eine Einrichtung für Menschen mit geistigen Behinderungen, die angeblich eine humane Methode aus England anwendet: "Die Methode Dr. Thaer & Prof. Fedders". Der leitende Arzt verspricht für den nächsten Tag eine Führung durch die Einrichtung und lädt den Studenten erst mal zum Dinner. Noble Herrschaften erzählen sich bei feinen Speisen, Musik und Tanz ungewöhnliche Lebenserfahrungen und Ideen. Ahnt der Reisende, wen er vor sich hat? Droht der Abend zu kippen, und wenn ja, wohin?

Mit Werner Gerbers Inszenierung in den gesamten Raum hinein und dank Isolde Wittkes Raumgestaltung weg von der Guckkasten-Bühne werden die Zuschauer fast zu Teilnehmern einer feinen Abend-Gesellschaft. Das Konzept und viele Textpassagen wurden gemeinsam mit den Darstellern entwickelt und verfasst. Viele brachten dabei eigene Erfahrungen in Behinderten-Einrichtungen und in der Psychiatrie mit ein.

Regie Werner Gerber
Darsteller Anna-Katharina Andrees, Dominik Bender, Heidi Bruck, Jonny Chambilla, Ronny Dollase, Wolfgang Fliege, Torsten Holzapfel,  Almut Lücke-Mündörfer, Vincent Martinez, Peter Pankow, Tim Petersen, Patrizia Schulz, Roland Strehlke und Jan Uplegger
Dramaturgie Anke Mo Schäfer
Konzeptionelle Begleitung Gerlinde Altenmüller
Raum Isolde Wittke
Licht Urs Hildbrand
Kostüme Ulv Jakobsen
Foto-Dokumentation David Baltzer / Zenit
Video-Dokumentation Stephan Samuel
Produktionsleitung Klaus Altenmüller + Dominik Bender

Dank an die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur für die Förderung dieser Produktion.

DAS THEATER ZUM WESTLICHEN STADTHIRSCHEN wurde 1982 von Absolventen des Studiengangs Schauspiel der Hochschule der Künste Berlin gegründet und hat in Berlin und auf Gastspielreisen bislang über 60 Produktionen gezeigt.
Es wird seit 1984 kontinuierlich von der Berliner Senatskulturverwaltung subventioniert. Neben der entwicklung von Eigenproduktionen zu frei gewählten Themenkomplexen (Kindheit, Reisen, Tod, Jazz, Zeit) galt und gilt die Aufmerksamkeit der Präsentation von selten gespielten, neu zu entdeckenden, oder zu Unrecht vergessenen Theater-Autoren (Achternbusch, Stein, Handke, Zschokke, Jelinek, Carrington, Fels, Durringer, Crimp, Lagarce u.a.).
Parallel dazu gibt es immer wieder den Zugriff auf Stoffe und Stücke der klassischen Moderne (Artus-Sage, Shakespeare, Gombrowicz, Pirandello, Horvath). Im Laufe der 90er Jahre realisierte das Theater vermehrt Dramatisierungen von Prosatexten (Bradbury, Bobrowski, Kristof, Bober, Bove, Josipovici, Wittkop) und verfolgte daneben zunehmend unterschiedliche Ansätze dokumentarischen Theaters ("Jonteff", "sexualité...", "Großstadt-Notizen", "Speeches", "Gespräche mit Schizophrenen", "Das Zarte wird ja immer überdroht").
Schauspielerische Erfindungslust, szenische Reduktion und bildnerische Abstraktion kennzeichnen die für den STADTHIRSCHEN charakteristischen Inszenierungen, bei deren Erarbeitung auf größtmögliche Transparenz zwischen allen am Entstehungsprozess Beteiligten nach wie vor großer Wert gelegt wird. Über die Jahre waren die künstlerisch Verantwortlichen dabei immer bestrebt, sich inhaltlich nicht in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren, sondern sich eine im besten Sinne produktive Unberechenbarkeit zu bewahren.

+++ Stimmen Presse/Medien +++

▶ "Was ... passiert, ist die totale Kunst. ... Verwoben mit Texten und Liedern der Spieler, gerät Poes Erzählung in feinere Schwingungen, als soziale Nachdenklichkeit es fassen würde. ... Dies ist nicht erstaunlich, sondern zutiefst schön: Nicht nur zur Einsicht, dass die Grenzen zwischen "Wahn" und "Sinn" willkürlich sind, nein: zum Genießen will der Direktor seinen Gast bewegen. ... der gestärkte Zuschauer aber, der sich dem Genuss dieser genialen Arbeit anvertraut, erlebt einen Theaterabend vollkommenen Glücks."
mehr lesen:
Cosima Lutz, Berliner Morgenpost

▶ Eine merkwürdige Prinzessin, seltsame Bedienstete, ein neurotischer Arzt und viele andere irritierende Gäste bringen das Bild von krank und gesund ins Wanken. Im Theater wird das zu einem unvergesslich anarchischen Erlebnis voller Spielfreude, Raffinement und schneidender Ironie.
(Rheinischer Merkur, Hans-Joachim Neubauer, 14.4.05)
mehr lesen:
www.kulturkurier.de/veranst...

▶ Und der integrierte Zuschauer rätselt, welche Rolle er selbst innehat und ob er nicht auch ein Verrückter ist, der einen Normalen spielt.
(Allgemeine Zeitung, Mainz, Inka Müller, 13.09.2005)
mehr lesen:
www.kulturkurier.de/veranst...

Spielplan


F40 ist die gemeinsame Spielstätte von ENGLISH THEATRE BERLIN und THEATER THIKWA

Fidicinstrasse 40
10965 Berlin (Kreuzberg)

Anfahrt:
U-Bahn: U6 Platz der Luftbrücke
Bus: M19 Mehringdamm
Bus: 104 Platz der Luftbrücke

Tel. Reservierung:
030 69 50 50 922 (Mo-Fr 14-17 Uhr)
Ticket-Hotline: 01805-700 733*
*(14 Cent/Min. aus dem dt. Festnetz, Kosten Mobilfunk ggf. abweichend)
Ticket-Infos
Online-Tickets
Newsletter bestellen

Newsletter lesen
ZUM SEITENANFANG
 
 

© für alle Texte und Abbildungen, sofern nicht anders angegeben: Theater Thikwa eV 2011