THEATER THIKWA UND THIKWA-WERKSTATT FÜR THEATER UND KUNST
 
Blöchle/Fornezzi & Theater Thikwa
REVUE
Foto: David Baltzer/bildbuehne.de

Revueshows sind Kostümshows riesiger Ensembles. Erzeugte Erholungsräume, die wie Hollywood-Blockbuster zum Zurücklehnen und Konsumieren einladen. Drei Performer*innen des Theater Thikwa stellen sich der Aufgabe, alle Superlative einer großen Show zu sprengen. Mit bizarren Objekten bestückt, werden ihre Körper zu Ausstellungsflächen (un-)sichtbarer Prothesen, erheben sich zu Ikonen der Show und mutieren zu wildgewordenen Cyberhelden. Es wird laut, blutig und glamourös.

Revue shows are costume shows performed by giant ensembles. Similar to Hollywood blockbusters, Revue shows create spaces of relaxation and invite spectators to lean back and consume. Three performers from the Theater Thikwa take on the challenge of bursting apart all the superlative elements of a “big show”. Equipped with bizarre objects the performers’ bodies will become surfaces of (in)visible prostheses, mutating into rogue cyber heroes and emerge as the icons of the show. It will be loud, bloody, and glamorous.

REVUE beschäftigt sich mit „Human Enhancement“, bei dem neben Defizitausgleich auch eine Erweiterung menschlicher Fähigkeiten Ziel ist. Prothesen gleichen also entweder körperliche Mängel aus oder ermöglichen uns Dinge zu tun, die die Natur so nicht für uns vorsah. Auch Hilfsmittel wie Mikrochips und chemische Wirkstoffe sind dabei willkommen. Prothesen müssen nicht immer sichtbar sein. Superperformer erobern die Manege!

REVUE ist die Weiterführung eines Kooperationsprojekts zwischen Theater Thikwa und dem Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen, bei dem 2014 Student*innen, darunter auch Jana Blöchle, kleine Performances mit Thikwa-Performer*innen erarbeiteten, die in Gießen unter dem Titel „Café Müller – Camusflage“ aufgeführt wurden. Jetzt stellt Thikwa den beiden Absolvent*innen seine Ressourcen für ein gemeinsames Projekt zur Verfügung.

Jana Blöchle und Dominik Fornezzi arbeiten seit 2013 kontinuierlich unter Blöchle/Fornezzi zusammen. In dem Zeitraum sind vier Arbeiten („Face den Strauss: Fang den Vogel” (Theater der Künste Zürich/ Theatermaschine Gießen), „auctio vacui” (Ackerfestival Berlin), „Voerstellung” (Biomalzfabrik Teltow/Berlin), „RFID choreographies” (Treibstoff Theatertage Basel/Messe Basel) entstanden. Blöchle/Fornezzi arbeiten jeweils mit unterschiedlichen Kollaborateur*innen aus Kunst und Wissenschaft zusammen. Sie verstehen ihre Arbeit als epistemische Praxis, die durch eine disziplinenübergreifende Zusammenarbeit im Sinne eines „Experiments“ agiert und sich entwickelt. Ästhetische Bezüge der Arbeiten sind jeweils abhängig von den Kollaborateur*innen sowie dem Kontext, also dem Ausstellungs-/Aufführungsort. „Identitäten der Netzkultur“ und der Begriff des „Ausstellens“ waren und sind die letzten zwei Jahre zentrale Inhalte ihrer Arbeit.

Performance: Addas Ahmad, Oliver Rincke, Mereika Schulz | Konzept: Blöchle/Fornezzi | Regie/Bühne: Blöchle/Fornezzi & Ines Wuttke | künstlerische Objekte/Kostüm: Elke Hennen

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Fotos: David Baltzer/bildbuehne.de

 



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F40 ist die gemeinsame Spielstätte von ENGLISH THEATRE BERLIN und THEATER THIKWA

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Mehringdamm
Bus: 104
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